Blitzlicht bei Säuglingen
Mache Dir keine Sorgen
Immer mal wieder fragen sich Eltern, ob Blitzlicht für die kleinen Kinderaugen nicht schädlich ist. Diese falsche Annahme hält sich leider noch sehr hartnäckig, obwohl Fachleute immer wieder bestätigen, dass an diesem Gerücht überhaupt nichts dran ist.
Blitzlicht bei Kinderaugen
Mit Sicherheit kein Problem
Abgesehen davon, dass die kurze Blitzdauer und die Lichtstärke eines Blitzgerätes den Augen nachweislich nicht schaden können, fotografieren wir auch noch mit einer Softbox, die das Licht durch eine starke Streuung über eine große Fläche verteilt. Sei also aus medizinischer Sicht völlig unbesorgt und lasse Dich bitte von niemandem verunsichern.
Auch mit Deinen eigenen Kameras mit eingebautem Blitzlicht oder einem Aufsteckblitz kannst Du bei Deinen Kindern keinen Schaden anrichten. Lese hierzu auch die offizielle Erklärung des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands e. V. weiter unten.
Sollte sich Dein Baby durch den Blitz allerdings stark unwohl fühlen, dann brechen unsere Fotografen das Shooting in Abstimmung mit der Begleitperson selbstverständlich auch ab. Wir probieren es dann einfach in ein paar Monaten bei einem der nächsten Termine gemeinsam wieder. Das hat dann aber keinerlei medizinische Gründe. Wir wollen einfach, dass sich Deine Kinder bei unseren Fotoshootings wohl fühlen.
Für die meisten Babys ist das Blitzlicht aber überhaupt kein Problem und sie lassen sich auf die Fotoaktion meist mit viel Interesse, Neugier und Spaß ein.
Stellungnahme vom Experten
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V.
Hier eine unabhängige Erklärung von Dr. Arndt Gutzeit:
Sehr geehrte Damen und Herren, vielen Dank für Ihr Anfrage, dich ich gerne ganz pragmatisch beantworten möchte. Blitzlicht ist ein sehr helles Licht und trifft auf Augen mit weiten Pupillen. Es kommt also eine recht große Lichtmenge in die Augen des Säuglings, aber nur für einen extrem kurzen Zeitraum.
Die Pigmentschicht des Säuglingsauges absorbiert weniger Strahlen als die eines älteren Auges. Zusammen mit der extrem kurzen Dauer der Lichtexposition limitiert dies die Gefährdung für die Augen vollständig.
Bei Augenoperationen arbeiten wir 30 bis 90 Minuten mit Lichtmengen, die 1000-fach größer sind als bei einer Blitzlichtaufnahme, ohne Dauerschäden zu beobachten. Erst Lichtmengen, die 100 bis 500-mal stärker sind als Fotoblitzlicht (wie Laserlicht), könnten Verbrennungen an der Netzhaut erzeugen.
Solche Lichtmengen werden von Blitzlichtgeräten nicht erzeugt. Sie können Ihren Säugling also mit ruhigem Gewissen fotografieren. Wenn Sie sehr vorsichtig sein wollen, nutzen Sie eine Digitalkamera, die mit geringeren Lichtmengen auskommt.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Arndt Gutzeit
Leiter des Ressorts Strabologie und Neuroophthalmologie des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands e. V.